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"Heiße Eisen. Fritz Neuhaus ist ein Selfmademan, ein Art Global Player, einer von der Sorte, die skrupellos Geschäfte macht. Er genießt gutes Essen und würde vielleicht auch sonst gern ein ganz normales Leben führen, wären da nicht diese äußerst heiklen Kindheitserinnerungen an die eigene Mutter-Sohn-Beziehung, die an ihm hängen wie  Eisenkugeln an den Füßen von Gefangenen.   
Seine Kindheit in Saarbrücken erlebt der kleine Junge tagsüber weitgehend aus einem mächtigen Biedermeier- Schrank heraus, der im Pelzgeschäft von Großmutter und Mutter steht. Inmitten von Pelzen und dem betörenden Geruch unzähliger Mottenkugeln nimmt der Junge die Welt überwiegend durch das Schlüsselloch des Schrankes wahr. Die Mutter, kein Kind von Traurigkeit, legt Hand an, wo es nur geht. Dabei schreckt sie weder vor dem jungen, gut aussehenden Priester aus der Basilika gegenüber zurück, noch vor ihrem Sohn. Der erlebt die sexuellen Ausschweifungen der beiden aus allernächster Nähe mit, als stummer Zeuge durchs Schlüsselloch des Schrankes (er nennt es sein Schlüssellochkino), vor dem sich die beiden Erwachsenen amüsieren.
Mit achtzehn kann Fritz endlich verschwinden. Mit ein paar Mark in der Tasche macht er sich heimlich auf nach Berlin. Seine Mutter sieht er seitdem nie wieder. Erst dreißig Jahre später wird er nach Saarbrücken zurückkehren.
Neuhaus ist wieder mal pleite und, wie er beunruhigt feststellt, schon ziemlich lange ohne eine Affäre. Er sitzt vor dem Dollinger, einem seiner Berliner Stammlokale, wartet auf seinen Milchkaffee, als eine fremde rothaarige Frau mit einem offensichtlichen schweren Koffer auf ihn zusteuert, als hätte sie eine Verabredung mit ihm. Die Unbekannte, in die er sich Hals über Kopf verguckt, scheint unangenehmerweise eine Menge über ihn zu wissen und kommt dann recht schnell zur Sache. Ihr Aufrag: »Sie müssen Martha Klein finden!« Mit einigen wenigen Erklärungen drückt sie ihm den rindsledernen Koffer in die Hand und geht. Lässt einen äußerst verwirrten Fritz Neuhaus zurück. Als der den Koffer öffnet und den Inhalt sieht, ist es schon zu spät für einen Rückzieher. Er soll einen Mord begangen haben und plötzlich ziehen ihn höchst mysteriöse Ereignisse um ein Saarbrücker Flüchtlingslager in einen entsetzlichen Sog hinein.
Mit Nichtwisser ist dem ehemaligen Tatort-Kommissar Jochen Senf dank seines schriftstellerischen Talents und seiner phantasievollen Gedankenwelt ein äußerst packender Roman gelungen."
(criminalis - Magazin für KrimiLiteraturfreunde)

„Eine fesselnde Geschichte ..."
(Südkurier)

„Er erzählt eine fesselnde Geschichte um Kriegsflüchtlinge in einem Lager nahe Saarbrücken, geheime Folterexperimente und unbewältigte Kindheitserinnerungen."
(Berliner Zeitung)

„Jochen Senf bedient sich einer sehr lebendigen wortreichen Sprache. Seine Erzählweise besticht durch kurze, prägnante Sätze, sowie durch Wortspielereien, die seinen Text bereichern. Dadurch wird der Kriminalroman sehr unterhaltsam und äußerst spannend ..."
(Südwest Presse)

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